Geschichtsverein Geesthacht
AKTUELLES
September 2026
Stolpersteine in Geesthacht
Geschichte auf dem Gehweg: Innehalten statt vorbeigehen
Aus gegebenem Anlass erinnert der Geschichtsverein Geesthacht an zwei der vielen Menschen, die während der NS-Zeit deportiert, verfolgt und ermordet wurden.
In Geesthacht wurden bisher zwei Stolpersteine verlegt. Die Ratsversammlung der Stadt hatte 2013 einem entsprechenden Antrag der FDP zugestimmt. Nach aufwendiger Recherche durch den Heimatbund und Geschichtsverein Geesthacht hat der Künstler und Initiator des Projektes Gunter Demnig im Juni 2020 die Stolpersteine verlegt.
In der Johannes-Ritter-Straße vor Haus Nr. 30 wird mit dem Stolperstein an Rochus Pansa erinnert, der nach Auskunft der Gedenkstätte Neuengamme in einem Sammelgrab auf dem Vorwerker Friedhof in Lübeck bestattet worden ist. Grund für seine Verhaftung war vermutlich seine Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).
In der Norderstraße findet man den Stolperstein vor Haus Nr. 22 für Johann Baptist Lerchl. Dies war sein letzter Wohnort. Lerchl kam einst auf der Wanderschaft nach Geesthacht, heiratete und wurde ansässig. Er war später Mitglied der SPD und wurde im Zuge der sogenannten „Gewitteraktion“ im August 1944 verhaftet. Nach vier Wochen Schutzhaft im KZ-Neuengamme wurde er entlassen.
Im Mai 2026 hat der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Geesthacht zusammen mit der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung die zwei Stolpersteine in der Stadt Geesthacht gereinigt und ihnen wieder neuen Glanz gegeben – damit man auch wieder darüber „stolpert“. Unter dem Schlagwort „Gegen das Vergessen“ wurden zudem Blumen niedergelegt, um den Verstorbenen zu gedenken.
„Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die (…) in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Tafeln aus Messing mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit manuell mittels Hammer und Schlagbuchstaben eingefügten Lettern beschriftet. Sie werden von einem angegossenen Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 96 × 96 und einer Höhe von 100 Millimetern getragen. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen. Am 26. Mai 2023 verlegte Demnig in Nürnberg den 100.000. Stolperstein.
Stolpersteine wurden in Deutschland wie auch in 31 weiteren europäischen Ländern verlegt, 2017 wurde eine Stolperschwelle außerhalb Europas verlegt. Sie gelten als das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Die Marke Stolpersteine ist von Demnig seit 2006 beim Deutschen Patent- und Markenamt und seit 2013 auf europäischer Ebene geschützt.“ (wikipedia)
September 2026
TV-TIPP: NDR-DOKU
Mit dem Boot elbaufwärts - Von Hamburg nach Lübeck
NDR Doku & Reportage, 90 Minuten, verfügbar bis 23.08.2028
Text vom Sender: „Ben und Nic, zwei Freunde aus Norddeutschland, erkunden ihre Heimat neu: vom Wasser aus. Mit einem Motorboot geht es von Hamburg aus elbaufwärts. Obwohl sie hier aufgewachsen sind, staunen die beiden, wie viel überraschende Geschichten es zu entdecken gibt. Die Elbregion bietet einzigartige Natur, verblüffenden Erfindergeist und beeindruckende Rekorde.“
Ben und Nic machen natürlich auch in Geesthacht Halt: sie zelten auf der Schleuseninsel im dortigen Motorboothafen.
Der Bericht hat u.a. die Schleuse und das Wehr zum Thema, sowie Alfred Nobel, den Rückbau des Kernkraftwerks Krümmel und neue Forschungen im Hereon Helmholtz-Zentrum.
August 2026
Stadtführungen: 104 Teilnehmende an einem Tag!
Am 29. August 2026 war es wieder soweit, die Geesthachter Innenstadt verwandelte sich zum Treffpunkt für alle Kulturbegeisterten, Neugierigen und Kreativen.
Der Heimatbund und Geschichtsverein Geesthacht e.V. hat drei Stadtführungen angeboten und Monika Pommerening konnte Wissenswertes und Überraschendes den interessierten Geesthachtern erzählen.
Insgesamt nahmen mehr als 100 Menschen an den Kurzführungen teil. Ein toller Erfolg!
In der folgenden Galerie finden Sie Ansichtskarten und Fotos aus dem Bestand des Geschichtsvereins Geesthacht zu den Stationen der Stadtführung.
NEU: Es hatte sich in die Beschriftung der Ansichtskarten ein Fehler eingeschlichen. Richtig ist, dass die Schillerstraße ein Paar Jahre lang Horst-Wessel-Straße hieß und davor Neuestraße. Die erwähnte Schlageter-Straße dagegen ist der heutige Buntenskamp. Ein Mitglied des Geschichtsvereins fand den Fehler und wir bedanken uns herzlich!
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Das aktuelle Kalenderblatt Oktober 2026: Reetdachhaus in der Hafencity
Wenn Sie an historischen Stadtansichten interessiert sind, finden Sie hier weitere Kalenderblätter.
Aufruf an unsere Mitglieder: Post per E-Mail
12.04.2026
In den letzten Tagen gingen wieder ca. 150 Briefe raus, diesmal mit der Einladung zur Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins. Viele davon konnten wir auf unserer Versammlung am 11.04.26 unseren Mitgliedern mitgeben. Und ca. 60 Briefe haben wir zu Fuß und per Fahrrad ausgetragen. Trotzdem sind unsere Portokosten immer noch hoch.
Sie können uns sehr helfen, Porto und Papier zu sparen, wenn Sie uns erlauben, Ihnen die Briefpost per E-Mail zu senden. Wir versichern Ihnen, dass Sie ausschließlich Einladungen zu Versammlungen und zur Weihnachtsfeier erhalten, keine Newsletter o.ä..
Selbstverständlich gehen wir vertraulich mit Ihren Daten um.
Wenn Sie damit einverstanden sind, Briefpost von uns elektronisch zu erhalten, dann senden Sie bitte eine E-Mail an vorstand@gv-geesthacht.de
Herzlichen Dank!
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