MAGAZIN - Die Seite zum Stöbern und Entdecken
Mehrmals pro Woche postet der Geschichtsverein Geesthacht eine kleine Story auf Instagram. Dabei geht es z.B. um Stücke aus dem Archiv oder um unsere Vereinsarbeit. Auch ohne Instagram-Account können Sie dabei sein: Stöbern Sie einfach durch die Galerie. Durch einen Klick auf eines der Bilder vergrößern Sie die Ansicht. Mit den Pfeiltasten links und rechts können Sie das nächste Bild öffnen.
Und wieder ein Rätsel gelöst!
Mai 2026
Auf Instagram fragten wir: welchem Zweck diente dieses Bauwerk? In der Nähe des Finkenwegs / Ilenwegs liegt es etwas versteckt unterhalb eines Waldweges in der Oberstadt.
Unser Vereinsmitglied Herr B. bietet dafür folgende Lösung an:
„Meiner Einschätzung nach handelt es sich um Reste des 1936 auf den angehängten Karten als „Hochbehälter“ am Hang oberhalb der heutigen Sportanlage Berliner Straße eingetragenen Bauwerkes, das Teil der damaligen Wasserversorgung war. Das Bergschlößchen war zu der Zeit nicht an die Wasserleitung angeschlossen. Die Karten bzw.-ausschnitte sind entnommen aus: StA HH, 364-3/1-86 (Wasserversorgung der Stadt Geesthacht). Auf dem Kartenausschnitt ist die zu der Zeit bestehende Wasserleitung grün eingetragen.“
Wir bedanken uns für hilfreiche die Mitarbeit!
Die unten stehende Galerie zeigt die genannten Karten sowie eine Ansichtskarte des Bergschlößchens, gelaufen 1913. Klicken Sie auf eins der Bilder, es vergrößert sich und Sie können nach links und rechts scrollen.
Ausstellung in Büchen 24.04.2026 – 30.06.2026
"Mütter des Grundgesetzes"
„Die „Mütter des Grundgesetzes“ – das sind die vier Frauen, die gemeinsam mit 61 Männern im Parlamentarischen Rat 1948 das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland erarbeiteten: Friederike Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel. Sie waren 1949 wesentlich daran beteiligt, dass die Gleichstellung der Geschlechter mit dem Satz „Frauen und Männer sind gleichberechtigt.“ als Artikel 3 ins Grundgesetz aufgenommen wurde. Die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ würdigt Einsatz und Verdienste der Juristinnen und erinnert daran, dass es weiterhin politisches Engagement braucht, um Geschlechtergerechtigkeit tatsächlich zu erreichen.“
Dieses schreibt die Bundesministerin Lisa Paus in ihrem Vorwort der Broschüre, die zur Ausstellung herauskam.
In der Ausstellung, die Gaby Meyer (Gleichstellungsbeauftragte im Amt Büchen) in das Bürgerhaus holte, wird auf 17 Plakaten das Wirken der „Mütter des Grundgesetzes“ vorgestellt und gewürdigt.
Die Ausstellung ist vom 24.04.26 bis zum 30.06.2026 auf den Fluren des 1. Obergeschosses des Bürgerhauses Büchen, Amtsplatz 1, zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag und Dienstag 8-12 Uhr, Donnerstag und Freitag 8-12 Uhr, dienstags zusätzlich von 14:30 bis 17:30 Uhr oder nach vorheriger Vereinbarung mit der Gleichstellungsbeauftragten Frau Gaby Meyer.
Rückfragen werden unter gleichstellungsbeauftragte@amt-buechen.de oder 04155/8009212 beantwortet.
Die Broschüre kann als pdf heruntergeladen oder bestellt werden beim Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend
Instagram-Beitrag Nr. 17: Der Geesthachter Hafen
April 2026
Aus einem Bericht des Uferbauinspektors Gullen an den Amtsverwalter in Bergedorf vom 19. September 1848 folgender Auszug: „… ist der sogenannte Geesthachter Hafen ein Elbarm, welcher sich früher längs des rechtsseitigen Ufers hinzog, und durch einen Zwischenwerder von der Fahrbahn getrennt war, nach und nach dergestalt versandet, daß derselbe zur Aufnahme der Fahrzeuge durchaus nicht mehr geeignet…“
„… Für das betriebsame Darf Geesthacht, deren Bewohner vorzugsweise dem Holzhandel und ähnlichen Betrieben ihren Unterhalt verdanken, ist der Verlust des Elbarms, der ihnen früher ein bequemer und sicherer Lösch- und Ladeplatz darbot, ein unersetzlicher Verlust…“
Das Geesthachter Hafengebiet hat sich seit damals ordentlich verändert. Heute bietet die Hafencity (zu sehen auf dem ersten Bild aus dem Jahr 2024 – mit Hochwasser) Wohnraum für viele Menschen direkt an der Elbe.
Seit seiner Eröffnung als Winterhafen hat der Geesthachter Hafen eine wechselvolle Geschichte erlebt (Bild 2 zeigt die Stromkarte von 1929 – man erkennt auch hier noch sehr gut den Düneberger Hafen als Ladestelle für die Pulverfabrik Düneberg. Achtung: die Karte ist gesüdet, norden ist also unten). Er wurde zunächst gelobt als bester Winterhafen der Elbe (1871), danach geriet er jedoch in Verruf, kein Hafen zu sein (1910).
Dennoch blieb er für viele Industriegebiete über Jahrzehnte ein wichtiger Umschlagplatz (Bild 3 zeigt die Hartsteinwerke um 1960).
Wer weiß, wie das Hafengebiet in 100 Jahren aussieht. Aber bis es soweit ist, kann man erst einmal den Blick auf die Elbe von der Werfthalbinsel genießen.
Archiv-Rätsel gelöst – dank eines Instagram-Users!
Instagram Beitrag Nr. 14 vom 04.03.2026
„Manchmal wissen auch wir nicht weiter.
So finden sich in unserem Archiv auch Fotos, die wie nicht klar zuordnen können, wie z.B. diese Fotos eines abgestürzten Flugzeugs.
Leider haben wir nur ganz unsichere Informationen und so wird vermutet, das es Ende der 1940er oder Anfang der 1050er Jahre in der Nähe von Geesthacht abgestürzt ist. Wer vielleicht mehr Informationen hat, darf sich gerne melden.“
Ein Instagram-User hat sich bei uns gemeldet und folgende Informationen dank Recherche im Netz (u.a. auf der Website aviation-safety.net) gefunden:
Auf dem Rumpf sind Kennungen: „OO“ steht für Belgien und LVO für den Luftsportverein Oldenburg.
Die Maschine ist eine belgische Percival P31, die als Trainer am 24.11.1956 in ein Feld bei Gülzow stürzte.
Wir bedanken uns herzlich für die Hilfe und betrachten damit das Rätsel als gelöst. Der Instagram-User bekommt dafür als kleines Dankeschön die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Lauenburgische Heimat“.
Der NDR filmt unsere Arbeit
21. Januar 2026:
Geesthacht auf Glasplatten – und wir im Fernsehen!
Am 21. Januar war ein Filmteam des NDR zu Gast bei uns. Der Fokus bei den Filmaufnahmen: Wie arbeitet der Geschichtsverein Geesthacht? Und wie gehen wir mit unseren Archivschätzen um, vor allem mit den historischen Glasplattenfotografien? Dazu wurden einige Mitglieder unseres ehrenamtlichen Teams befragt und Aufnahmen in der ganzen Stadt gemacht.
Die auf Glasplatte aufgenommenen Bilder des Foto-Atelier Sievert/König zeigen das Leben in Geesthacht in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Korbflechter, Spankistenmacherinnen, Hafen- und Stadtansichten, Läden und Hotels, Pferdewagen und Omnibusunternehmen, Frauen in Arbeitstracht auf dem Feld oder Geesthachter Schützenkönige.
Der fertige Beitrag wurde am 21. Februar 2026 um 18 Uhr auf N3 in der NRD-Reihe „Nordtour“ gezeigt.
Verpasst? Kein Problem: Den Beitrag finden Sie in der ARD-Mediathek
Foto links: Das Technikteam des NDR mit Reporter Herrn Beer (rechts) sowie in der Mitte Martin Pommerening, Erster Vorsitzender des Heimatbund und Geschichtsvereins Geesthacht, und Monika Pommerening (2. von links)
Polarlichter: Spektakel am Himmel über Geesthacht
19. Januar 2026
Morgens Eisberge an der Elbe gucken und nachts sagenhafte Polarlichter über der Stadt bestaunen – in diesem Winter bieten sich spektakuläre Anblicke in Geesthacht. Selten sind Polarlichter so klar und farbenprächtig über Norddeutschland zu sehen. Tatsächlich hat auch unser Archiv keine historischen Aufnahmen von Polarlichtern. Aber Geschichte beginnt heute! Unsere Fotos vom 19. Januar 2026 fügen wir jetzt in unseren Bestand ein. Andere Bilder aus der „Polarnacht“, die Orte und Gebäude in Geesthacht zeigen, sind uns herzlich willkommen. Dann kann man auch in Zukunft sehen, wie im Jahr 2026 alle in Geesthacht, die das seltene Naturschauspiel genießen konnten, einfach nur begeistert waren!
In der folgenden Galerie sehen Sie Polarlichter-Fotos von Elke Krug und Karin Haist, Geschichtsverein Geesthacht, vom 19.Januar 2026.
Wenn Sie auf ein Bild klicken, vergrößert sich die Ansicht und Sie können mithilfe der Pfeiltasten nach links und rechts scrollen.
Eisbrecher bei der Arbeit
Januar 2026
Arktis-Feeling in Geesthacht!
Der Heimatbund und Geschichtsverein Geesthacht bewahrt nicht nur Dokumente der Vergangenheit in seinem Archiv, sondern bemüht sich auch um Dokumentation der Gegenwart für zukünftige Generationen. So werden Fotos der jetzigen Eisberge am Elbstrand Geesthachts und Luftaufnahmen des freigebrochenen Schifffahrtsweges in unsere Sammlung aufgenommen.
In der folgenden Galerie sehen Sie Eisbrecher-Fotos der Jahre 1929, 1956 und 1972 sowie Luftaufnahmen von Januar 2026.
Wenn Sie auf ein Bild klicken, vergrößert sich die Ansicht und Sie können mithilfe der Pfeiltasten nach links und rechts scrollen.
Das Geesthachter Krankenhaus
Januar 2026
Aus gegebenem aktuellen Anlass finden Sie hier eine kleine Galerie mit Ansichtskarten des Krankenhauses Geesthacht (Altbau) aus der Sammlung des Geschichtsvereins Geesthacht und des Stadtarchivs.
1950 genehmigten Land und Kreis den Bau eines Krankenhauses in Geesthacht, dessen Grundstein im Juli 1950 gelegt wurde. Das Krankenhaus eröffnete mit 150 Betten. Ein Neubau ersetzte 1986 das alte Gebäude.
Weitere Infos hat Stadtarchivar Dr. Jan Klußmann in einem Artikel der Reihe „Archivfund des Monats“ zusammengestellt.
Zum Vergrößern klicken Sie auf eines der Bilder. Mit den dann erscheinenden Pfeiltasten können Sie blättern.
Wer erinnert sich?
Tausende Fotos von unserer Stadt befinden sich im Stadtarchiv und im Archiv des Geschichtsvereins Geesthacht. Alle sind katalogisiert sowie örtlich und zeitlich eingeordnet. Trotzdem ergeben sich beim Sichten immer wieder Fragen und deswegen hoffen wir auf die „Schwarm-Intelligenz“ von Geesthachterinnen und Geesthachtern.
Auf diesem Foto erkennt man vorne links den Friseursalon Beltz.
Kann uns jemand Informationen zu diesem Friseur geben? Wo genau befand sich das Haus? Bis wann gab es den Salon dort?
Übrigens: An dem Haus hinten rechts ist ein Schild mit der Aufschrift „Obst / Gemüse“ befestigt.
Wenn Sie sich erinnern und uns bei der Einordnung weiterhelfen können, dann freuen wir uns über eine Nachricht per E-Mail ( vorstand@gv-geesthacht.de ) oder telefonisch 0179 2110698 (Martin Pommerening).
Aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Lauenburgische Heimat"
November 2025
Das Heft „Lauenburgische Heimat“ ist die Zeitschrift des Heimatbund und Geschichtsvereins Herzogtum Lauenburg.
In ihr erscheinen Beiträge mit neuen Forschungsergebnissen zur Geschichte unseres Kreises.
Die aktuelle Ausgabe (Heft 220) erhalten Sie für 15,- € in der Tourist-Info, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht.
Ein für Geesthachter sehr spannender Artikel dieser Ausgabe beschäftigt sich mit Lagern in Geesthacht 1939 bis 1945.
Herr Eberhard Brumm geht der Frage nach „Wo waren die eigentlich?“ und zeigt detailliert auf historischen und aktuellen Landkarten, wo sich die Arbeiter-Lager (z.B. am Spakenberg, in der Sandstraße, am Katzberg oder auch in Besenhorst) befanden und ob sich heute noch Spuren davon entdecken lassen.
Es gibt nur noch wenige Exemplare des Kalenders 2026!
Seit 2007 gibt der Heimatbund und Geschichtsverein Geesthacht einen Kalender heraus, der bei vielen inzwischen ein Sammelobjekt ist. Die Ansichtskarten und Fotos, die in diesem Kalender gezeigt werden, sind wichtige historische Dokumente. Sie vermitteln uns ein Bild des alten Geesthachts. Die dazu passenden heutigen Vergleichsaufnahmen zeigen den Wandel in unserer Stadt.
Den Kalender können Sie in der Tourist-Info, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht, kaufen. Er kostet nur 10,- €.
Wer erinnert sich?
In diesem Januar (2026) haben wir tatsächlich mal wieder einen kalten Winter mit viel Schnee, Eis auf der Elbe und ausrückenden Eisbrechern. 1963 konnte (und durfte!) man sogar mit Pkws die Elbe zwischen Geesthacht und Marschacht überqueren. Dies erfolgte normalerweise per Fähre, aber bei dickem Eis war der Fährmann für eine ordentlich befahrbare Piste zuständig. Dafür verlangte er – wie auf dem Schild zu lesen – eine „Eisbahngebühr“, nämlich 50% des Fährtarifes.
Können Sie sich erinnern, wie hoch der normale Fährtarif war? Und gab es eine Ermäßigung für Schülerinnen und Schüler, die jeden Tag die Fähre benutzen mussten? Wenn Sie etwas darüber wissen, dann freuen wir uns über Ihre Nachricht als E-Mail an vorstand@gv-geesthacht.de oder telefonisch: 0179 2110698 (Martin Pommerening).
TV-TIPP: ARD SCHLESWIG-HOLSTEIN MAGAZIN, VERFÜGBAR BIS 07.09.2027
Zeitreise: Wie die Labormedizin in Geesthacht begann
Link zur 6-minütigen Dokumentation.
Information des Senders: „In LADR-Laboren landen seit 80 Jahren Proben aller Art. Was damals noch Handarbeit war, geschieht heute vollautomatisch.“
Das Labor Kramer in Geesthacht wurde 1945 von Dr. med Siegfried Kramer gegründet und gilt als die erste Laborarztpraxis Deutschlands. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er von den britischen Aliierten den Auftrag, eine überregionale seuchenhygienische Untersuchungsstelle in der Stadt Geesthacht aufzubauen.
Siegfried Kramer richtete das Labor zunächst in provisorischen Räumen ein und untersuchte unter anderem Wasserproben, um die Versorgung der Bevölkerung hygienisch abzusichern. Schrittweise entwickelte sich daraus ein medizinisches Zentrallabor.

































































