VERANSTALTUNGS-RÜCKBLICK
JANUAR 2026
FOTOPRÄSENTATION VON THORSTEN SCHMAHL
Schätze aus dem Archiv: Geesthachter Geschichte in Bildern
Das Krügersche Haus war bis auf den letzten Platz besetzt, als Thorsten Schmahl, stellvertretender Vorstand des Geschichtsvereins, Fotos und Dokumente aus dem reichen Archiv des Vereins präsentierte.
Darunter wahre Schätze wie die auf Glasplatte aufgenommenen Bilder des Foto-Atelier Sievert/König. Sie zeigen das Leben in Geesthacht in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Korbflechter, Spankistenmacherinnen, Hafen- und Stadtansichten, Läden und Hotels, Pferdewagen und Omnibusunternehmen, Frauen in Arbeitstracht auf dem Feld oder Geesthachter Schützenkönige. Praktischerweise hatte der der Fotograf Max Sievert dafür einige Male einfach die neuen Köpfe auf dieselbe Aufnahme der Uniform montiert. „Frühes Fotoshopping“, so Thorsten Schmahl.
Nur ein Höhepunkt des Vortrags, der Geesthachter Geschichte so anschaulich und mitreißend illustrierte.
Fotos: Geschichtsverein Geesthacht, Karin Haist, Thea Knust.
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NOVEMBER 2025
VORTRAG VON DR. PEER SEIBOLD
Geesthachter Forschungsgeschichte und Klimaforschung gegen Starkregen
Die Geschichte des heutigen Helmholtz-Zentrum Hereon stellte der Naturwissenschaftler Dr. Peer Seipold im Krügerschen Haus vor. Geesthacht ist schon lange ein bedeutender Wissenschaftsstandort. 1956 wurde die GKKS gegründet, die Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schifffahrt. Peer Seipold, selbst bei Hereon tätig am „GERICS, Climate Service Center Germany“ gewährte auch Einblick in seine Forschungsfelder: Klimaaussichten, aktuelle Entwicklungen im Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Für die Stadt Geesthacht hat das Gerics ein Modell und eine Broschüre zur Gefahr von Starkregen und Sturzfluten erstellt. Dass die internationale Spitzenforschung in Geesthacht eine solche praktische lokale Anwendung findet, faszinierte das Publikum.
Die Bezeichnung „Hereon“ ist übrigens zusammengesetzt aus Helmholtz, Resilienz und Innovation.
Mehr Informationen über das Helmholtz-Zentrum Hereon finden Sie auf der Website des Forschungszentrums.
Zur 50-jährigen Geschichte der GKSS gibt es eine 2006 herausgegebene Broschüre, die Sie hier anschauen oder runterladen können.
Die folgende Galerie zeigt den Flyer über Starkregen in Geesthacht, herausgegeben vom GERICS unter Mitarbeit der Stadt Geesthacht.
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Sie können diesen Flyer auch hier runterladen.
OKTOBER 2025
HISTORISCHER RUNDGANG MIT DIRK SCHULZ
Edmundsthal-Siemerswalde: Ein Stück Hamburg in Geesthacht
Fotos: Geschichtsverein Geesthacht
1896 stiftete der Reeder Edmund Siemers die Lungenheilanstalt Edmundsthal-Siemerswalde für mittellose Tuberkulose-Kranke aus Hamburg. Im geschützten Talkessel oberhalb Geesthachts wurden sie umsonst und mit ungewöhnlicher Therapie behandelt: Der langjährige Direktor und Arzt Dr. Johannes Ritter verordnete den Patienten auch Liegekuren und Spaziergänge. Im 1899 eröffneten Thekla-Haus – Siemers hatte die bauten nach seinen Kindern benannt – gab es elektrisches Licht und eine Zentralheizung, gänzlich neu in Geesthacht. Die heute unter Denkmalschautz stehenden Gebäude hat der renommierte Hamburger Architekt Martin haller entworfen. Grundstücke und Bauten sind bis heute im Besitz der Hansestadt – ein Stück Hamburg in Geesthacht.
Dirk Schulz, Redakteur der Lauenburgischen Landeszeitung und Mitglied des Geschichtsvereins, führte rund 40 Interessierte durch das Edmundsthal, inklusive einer Klettertour zum gut versteckten Aussichtsturm der Heilanstalt. Auch die heutigen Kliniken und pädagogischen Einrichtungen waren Teil der spannenden Führung.
Die folgende Bildgalerie zeigt einige Ansichtskarten der Lungenheilanstalt Edmundsthal-Siemerswalde aus dem Archiv des Geschichtsvereins.
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GALERIE FOLGT IN KÜRZE
SEPTEMBER 2025
AUSSTELLUNG IM GEESTHACHTMUSEUM!
Flucht und Migration in Geesthacht 1945 - 2025
80 Jahre Ankommen, Leben und Mitgestalten
Migration ist Teil der Geschichte Geesthachts. 1945 kamen viele Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in die Region – oft mittellos, entwurzelt und auf der Suche nach einem neuen Zuhause. In den folgenden Jahrzehnten folgten „Gastarbeiter“ aus Südeuropa, Spätaussiedler, Kriegsflüchtlinge vom Balkan, Schutzsuchende aus Syrien oder der Ukraine sowie Menschen, die aus beruflichen Gründen nach Geesthacht kamen. Bei der Ausstellung im GeesthachtMuseum! konnten die Besucher und Besucherinnen vor allem persönliche Geschichten erleben – vom mühsamen Start in Schule oder Beruf bis hin zur Verwurzelung in unserer Stadt.
In Kooperation mit der AWO Arbeiterwohlfahrt, Landesverband Schleswig Holstein e.V.
Wir danken unseren Interviewpartnern und Interviewpartnerinnen für ihre Offenheit.
Dies sind Zitate aus den Interviews, die Sie auf den Plakaten in der Bildergalerie finden:
Waltraud aus Pommern, seit 1946 in Geesthacht: „… dass nie wieder Krieg kommt.“
Maria aus Spanien, seit 1963 in Geesthacht: „Die Bürokratie müsste für ausländische Mitbürger in vielen Dingen leichter gemacht werden.“
Adam aus Polen, seit 1989 in Geesthacht: „Ich finde es schade, dass es selbst heute noch die klassischen Vorurteile gegen Polen gibt.“
Awa aus Kamerun, seit 2002 in Geesthacht: „Ohne richtige Papiere ist man hier ein Niemand und verloren.“
Anya aus Mexiko, seit 2004 in Geesthacht: „Ich wünsche mir mehr Neugierde und Freundlichkeit Fremden gegenüber.“
Adwoa aus Ghana, seit 2009 in Geesthacht: „Es ist ein hartes Leben mit viel Verantwortung, aber dafür ist man frei und unabhängig – auch als Frau.“
Maria aus Bulgarien, seit 2009 in Geesthacht: „Ich fühle mich manchmal wie ein getakteter Roboter.“
Wafaa aus Irak, seit 2009 in Geesthacht: „Ich fühle mich hier sicher. Ich mag die Ruhe der Kleinstadt und die Nähe zur Natur.“
Fatima aus Afghanistan, seit 2012 in G.: „Ich möchte Zugezogene bei der Integration unterstützen und damit einen gesellschaftlichen Beitrag leisten.“
Ahmad aus Syrien, seit 2014 in Geesthacht: „Wir sollten alle Respekt voreinander haben und uns so akzeptieren, wie wir sind.“
Fatima aus Marokko, seit 2016 in Geesthacht: „Ich bin weder Marokkanerin noch Deutsche. Ich bin eine neue Persönlichkeit.“
B., Flüchtlingshilfe e.V.: „Es müsste im Alltag mehr Respekt und Zeit für Mitmenschlichkeit geben, einfach mehr Geduld auf beiden Seiten.“
Z., Flüchtlingshilfe e.V. über Ehrenamtliche: „Wir sind eine tolle Gruppe und ziehen alle an einem Strang.“
Die Bildergalerie zeigt die Ausstellungsplakate.
Klicken Sie zum Vergrößern bitte auf ein Bild. Zum Weiterblättern können Sie die Pfeiltasten links und rechts benutzen.
Die Fotos zeigen die Ausstellungseröffnung am 21.09.2025 mit einer Einführung von Martin Pommerening, 1. Vorsitzender des Heimatbund und Geschichtsvereins Bezirksgruppe Geesthacht
SOMMER 2025
STADTTOUREN MIT OLAF SCHULZE
Mit dem Bürgermeister auf Zeitreise: Leben und Einkaufen in Geesthacht
Im Sommer lud der Geschichtsverein mit Bürgermeister Olaf Schulze zu gleich zwei historischen Führungen ein. Olaf Schulze ist Mitglied im Geschichtsverein und echter Geesthachter. Auf einer Radtour im Juli präsentierte er spannende Facetten der Ortsgeschichte der letzten 50 Jahre. Die Geesthachter und Geesthachterinnen konnten Geschichte im besten Sinn „erfahren“.
Auch wie sich in den letzten Jahrzehnten die Einkaufsstadt Geesthacht verändert hat, wurde vor Ort anschaulich: Bei einem Stadtspaziergang im September erinnerte Olaf Schulze an frühere Geschäfte, den Wandel des Handels und die Entwicklung der Innenstadt. Die Alteingesessenen in der Gruppe steuerten eigene Einkaufserinnerungen bei – und nostalgisch wurde es auch beim Vorbeispazieren an alten Gaststätten, früheren Hotels und ihre einstmals großen Säle.
Die folgende Galerie zeigt Ansichtskarten der Bergedorfer Straße von ca. 1900 bis ca. 1980.
Teilweise sind es auch Kalenderblätter früherer Jahre, auf denen Texte und Fotos nicht unbedingt dem aktuellen Stand entsprechen.
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Wenn Sie an historischen Aufnahmen interessiert sind, finden Sie hier weitere Kalenderblätter.
Die folgende Galerie zeigt Bilder von Cafés, Gasthäuser und Hotels in Geesthacht auf Ansichtskarten, die zwischen 1898 und 1940 verschickt wurden.
Es sind Kalenderblätter der Jahre 2012-2025, daher entsprechen die Texte und Fotos nicht unbedingt dem aktuellen Stand, geben aber Informationen darüber, wo sich das jeweilige Haus befindet oder befand.
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Wenn Sie an historischen Aufnahmen interessiert sind, finden Sie hier weitere Kalenderblätter.
















































































